Richtfest für innovatives Wissenschaftsgebäude in Berlin-Charlottenburg

Der Rohbau für den Walther-Meißner-Bau der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ist fertiggestellt. Am 28. Mai wurde auf dem Forschungscampus der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Berlin-Charlottenburg feierlich das Richtfest für den Walther-Meißner-Bau, ein hochtechnisiertes Forschungsgebäude, begangen. Mit der Fertigstellung des fünfgeschossigen Rohbaus ist eine wichtige Etappe des Projektes erreicht, in Kürze beginnt der komplexe Innenausbau inklusive der hochspezialisierten Gebäudetechnik. Die Planung erfolgte als Pilotprojekt des Building Information Modeling (BIM) in 3D.

Das Gebäude wird künftig Labor-, Mess- und Reinräume für höchst genaue Messungen der Temperatur und für Forschungsarbeiten rund um supraleitende Sensorik sowie zusätzliche Büroflächen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der PTB bieten.

Eine meterdicke Bodenplatte dämpft mechanische Schwingungen, dazu kommt eine hinsichtlich Isolierung und Temperaturregelung maßgeschneiderte Einteilung des Gebäudes in Zonen. Daher wurde nach Erstellung der Baugrube im Jahre 2017 zunächst eine 27 Meter breite und 47 Meter lange Bodenplatte aus rund 1.300 Kubikmetern Stahlbeton gegossen und das innovative, so genannte Kryostat-Messgeräte-Fundament hergestellt. Hierbei handelt es sich um einen etwa 60 Kubikmeter großen Betonblock, der eine entmagnetisierte Glasfaserbewehrung enthält. Zudem wurden für den fünfgeschossigen Rohbau insgesamt rund 6.700 Kubikmeter Ortbeton und über 850 Tonnen Stahl verbaut. Sohle, Decken und Wände sind aus Stahlbeton gefertigt, um das bei Messungen nahe dem absoluten Temperaturtiefpunkt typischerweise auftretende, dynamische Schwingungsverhalten zu dämpfen. In Kürze beginnt der Innenausbau des Gebäudes.